Im Herbst 2019 ver­setz­ten Ankün­di­gun­gen des Kran­ken­haus­trä­gers Mari­en­haus Kli­ni­ken GmbH die chir­ur­gi­sche Abtei­lung des St. Josef-Kran­ken­hau­ses Ade­nau zu schlie­ßen, eine gan­ze Regi­on in Unru­he. Bis heu­te bleibt die Sor­ge, dass das Kran­ken­haus nahe des Nür­burg­rings geschlos­sen wird. „Wir neh­men die Sor­gen und Nöte der Men­schen in Ade­nau und Umge­bung ernst“, erklä­ren der Vor­sit­zen­de der CDU-Land­tags­frak­ti­on, Chris­ti­an Bald­auf, und der loka­le Abge­ord­ne­te, Horst Gies. Bei­de hat­ten gemein­sam mit der ört­li­chen CDU zum Run­den Tisch nach Ade­nau ein­ge­la­den, um über die Zukunft des Kran­ken­hau­ses zu bera­ten. Hier­bei berich­tet auch Land­rat Dr. Jür­gen Pföh­ler über die Ent­wick­lun­gen der letz­ten Zeit. Sei­tens des CDU-Kreis­ver­ban­des Ahr­wei­ler nah­men auch die stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den Gabrie­le Her­mann-Lersch, Micha­el Kor­den und Ingrid Näkel-Sur­ges sowie Kreis­ge­schäfts­füh­rer Micha­el Schnei­der teil.

Chris­ti­an Bald­auf: „In länd­lich gepräg­ten Regio­nen, wie der VG Ade­nau, ist die Sicher­stel­lung einer wohn­ort­na­hen und qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung unver­zicht­bar. Die medi­zi­ni­sche Grund- und Erst­ver­sor­gung muss im Krank­haus Ade­nau gewähr­leis­tet sein und vor­ge­hal­ten wer­den.“

Horst Gies: „Es ist völ­lig unver­ständ­lich, dass die Lan­des­re­gie­rung auf der einen Sei­te für die Stär­kung der länd­li­chen Räu­me wirbt, aber gleich­zei­tig Kli­ni­ken in der Flä­che schlie­ßen. Wohin das führt, sieht man in Ade­nau. Die Men­schen gehen zu Recht auf die Bar­ri­ka­den, denn sie sind ver­un­si­chert. Es war wich­tig, dass wir die Kran­ken­haus­ge­sell­schaft, den För­der­ver­ein, die Bür­ger­initia­ti­ve zur Siche­rung des Kran­ken­haus­stand­orts sowie kom­mu­na­le Funk­ti­ons- und Man­dats­trä­ger an einen Tisch geholt haben. Wir haben ver­mit­telt und über Lösungs­an­sät­ze nach­ge­dacht.“

Bald­auf und Gies wer­den Gesund­heits­mi­nis­te­rin Sabi­ne Bät­zing-Lich­tent­hä­ler (SPD) zu einem gemein­sa­men Ter­min ent­we­der in Mainz oder vor Ort in Ade­nau ein­la­den. Kran­ken­haus­trä­ger, För­der­ver­ein, BI sowie kom­mu­na­le Funk­ti­ons- und Man­dats­trä­ger sol­len eben­falls am Tref­fen teil­neh­men. Es gilt die Minis­te­rin für die beson­de­re Situa­ti­on in der VG Ade­nau zu sen­si­bi­li­sie­ren – der Kli­nik­stand­ort Ade­nau muss für Medi­zi­ner attrak­tiv sein, die Ver­ant­wort­li­chen müs­sen drin­gend dar­an arbei­ten, auch vor dem Hin­ter­grund, dass der Nür­burg­ring – mit sei­nen Groß­ver­an­stal­tun­gen und Motor­sport-Events – immer wie­der tau­sen­de Men­schen in die Regi­on lockt. Das St. Josef-Kran­ken­haus war stets eine gute Anlauf­stel­le bei medi­zi­ni­schen Not­fäl­len und muss es zukünf­tig auch blei­ben.